<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>tom-ates tom-bolas</title>
	<atom:link href="http://tombolas.wordpress.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://tombolas.wordpress.com</link>
	<description>tumbling dice</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 Feb 2012 10:58:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
<cloud domain='tombolas.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://s2.wp.com/i/buttonw-com.png</url>
		<title>tom-ates tom-bolas</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://tombolas.wordpress.com/osd.xml" title="tom-ates tom-bolas" />
	<atom:link rel='hub' href='http://tombolas.wordpress.com/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>Lohn der Einsamkeit</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/16/lohn-der-einsamkeit/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/16/lohn-der-einsamkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 09:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[2047]]></category>
		<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Backup]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Big]]></category>
		<category><![CDATA[brain]]></category>
		<category><![CDATA[Dämon]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Feng Shui]]></category>
		<category><![CDATA[Fletcher]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Irre-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
		<category><![CDATA[Oberärztin]]></category>
		<category><![CDATA[Profi]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=111</guid>
		<description><![CDATA[Wir haben Zeit. Erzählen Sie mir einfach der Reihe nach, was Ihnen zugestossen ist. Oberärztin Adele Voigt setzte ihre verständnisvollste Miene auf. Dem lieblos möblierten Besprechungszimmer hätte eine Überarbeitung nach Feng Shui Regeln auch nicht geschadet. Am riesigen Tisch, der eigentlich nur aus vier kleineren Tischen zusammengestellt war, hing Tom in Jeans und zerknittertem blauen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=111&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Zeit. Erzählen Sie mir einfach der Reihe nach, was Ihnen zugestossen ist. Oberärztin Adele Voigt setzte ihre verständnisvollste Miene auf. Dem lieblos möblierten Besprechungszimmer hätte eine Überarbeitung nach Feng Shui Regeln auch nicht geschadet. Am riesigen Tisch, der eigentlich nur aus vier kleineren Tischen zusammengestellt war, hing Tom in Jeans und zerknittertem blauen Hemd, übel aussehend, unrasiert, überhaupt ungepflegt, aber nein, immerhin nicht nach Alkohol riechend. Schwester Rosa, die ihn durch das Labyrinth der Gänge in dieses Kleinod deutscher Innenarchitektur geführt hatte, verließ mit einem Augenzwinkern in seine Richtung den Raum, die schwere Tür fast lautlos schließend.</p>
<p>Und da schwebte nun diese Aufforderung der Oberärztin im Raum. Wo sollte er anfangen? Adeles Blick fiel auf den vor ihr liegenden Einweisungsbericht. Tom Ate, 48 Jahre, alleinstehend, drohende Verwahrlosung, Verdacht auf psychotisches Geschehen, hält sich für einen bedeutenden, aber verkannten Schriftsteller, scheint Realität und Fiktion nicht mehr auseinanderhalten zu können, beteuert, er sei von einem Brian Fletcher, der eigentlich Brian Big sei und aus dem Jahr 2047 stamme, in seiner Wohnung mit einer nicht näher bezeichneten Handfeuerwaffe bedroht worden, habe massive Angst- und Panikattacken erlitten. Wenige Tage zuvor schon mutmaßliche psychotische Episode, Eva Lund, eine Neurologin, angeblich ebenfalls aus der Zukunft stammend, habe ihm seinen in Entstehung begriffenen Roman, in dem sie selbst eine Hauptrolle spiele, in wesentlichen Teilen umgeschrieben. Damals habe er die Erscheinung noch als Dämon wahrgenommen. Brian Fletcher hingegen sei absolut echt, aus Fleisch und Blut. Bitte um rasche Aufnahme zur genaueren diagnostischen Abklärung und psychiatrischen Notfallbehandlung. Besten Dank und kollegiale Grüße, Dr. Kalotas Chaloupka.</p>
<p>Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der englische Vorname Brian ziemlich ähnlich dem englischen Hirn, also brain, geschrieben wird? Soll das ein Zufall sein? Tom sprach mehr zu sich selbst. – Nun, was meinen Sie, ist es Zufall, oder&#8230; – Es ist Zufall, was denn sonst. Ich bin nicht durchgeknallt, wie Sie das hier in dieser Klinik natürlich annehmen. Ich hab das alles so erlebt, Frau Doktor. – Natürlich haben Sie das. Damit ich Sie besser verstehen kann, Herr Ate, wäre es ganz gut, wenn Sie mir erzählen würden, was Sie da genau erlebt haben. – Eigentlich ist Bernd an allem Schuld. – Bernd, wer ist Bernd? – Bernd ist ein Kollege, ein Freund meinetwegen. Er hilft mir manchmal, wenn der PC spinnt. Diesmal hat er mir aber gar nicht geholfen.</p>
<p>Tom traute seinen Augen nicht. Was war mit der Kiste los? Die letzten Einträge zu seinem Roman waren nicht mehr im Verzeichnis. Die Story, die Eva Lund so fulminant in die Tasten getrieben hat, die Story, die Fletcher mir aufnötigte. Alles weg. Das gibt&#8217;s doch nicht! – Tom war außer sich. Er fuhr die Kiste runter und startete sie erneut. Manchmal hilft das ja. Aber in diesem Fall lagen die Dinge wohl wesentlich anders. Wie konnte das sein? Hatte ihm irgendjemand die, ausgerechnet diese, wichtigen Beiträge gelöscht? Wer hätte das sein können? Nach Minuten der Verzweiflung kam ihm Bernd in den Sinn. Er musste her. Es gab keinen besseren Informatiker und schließlich waren sie befreundet.</p>
<p>Ich höre. – Eine von Bernds Allüren. Doch Tom war froh, dass er hörte. Bernd, hör mal, ich hab da ein Riesenproblem. Da sind Daten gelöscht worden auf meinem Computer. Kannst du nicht eben mal vorbeikommen und das Ganze wiederherstellen? Ich mach dir auch einen super Kaffee, hier. – Tom, alter Ganove. Machst du denn keine Backups? – Backups? Ja, nein, scheinbar nicht, Scheiße. In Zukunft mach ich das, versprochen. – Bernd lachte blechern am andern Ende der Leitung. – Hör mal Tom, so einfach, wie du dir das vorstellst, ist es vielleicht nicht. Und ich kann nicht mal eben schnell zu dir rüberkommen. Hast du vergessen, auf welchem Berg ich hause? Wieder dieses Lachen. Äh, aber ich brauch deine Hilfe, verdammt. Wozu bist du Informatiker? – Schon gut, du musst mir die Berechtigung für den Fernzugriff geben, Tom, dann mach ich das hier an meinem Bildschirm. – Fernzugriff? Wie soll ich das&#8230; – Ja, ich erklär dir&#8217;s. Pass auf&#8230;</p>
<p>Minuten später sah Tom wie sein Bildschirm scheinbar ein Eigenleben entwickelte. Bernd sauste durch die Dateien und Verzeichnisse, dass einem beim Zusehen schon klar wurde, hier ist ein wahrer Profi am Werk. Tom schöpfte Hoffnung. – Hast du schon was? – Geduld Tom, ich such den Kram überall. Müssten doch irgendwo Spuren zu finden sein. Drei Minuten später war das Urteil gesprochen. Hier ist gar nichts zu finden von dem, was du suchst. An diesem PC sind überhaupt seit mehr als vierzehn Tagen keine neuen Dateien mehr erstellt worden, weder Textverarbeitung noch sonst was. Tut mir leid, Tom, du irrst dich da ziemlich deftig, würde ich meinen. – Was, ich irre mich? Und wenn so ein Profi, wie Du einer bist, alle Spuren beseitigt hätte. – Das müsste wirklich ein Profi gewesen sein. Ne, unwahrscheinlich. Wer sollte das tun, Tom. Du bist wahrscheinlich mit den Nerven fertig, Freundchen. Geh mal zum Arzt, kann nicht schaden. – Zum Arzt? Du spinnst wohl? – Na, denn, überleg dir&#8217;s. Äh, die Zugangsberechtigung würde ich wieder zurückfahren. He, Tom, nimm&#8217;s mir nicht übel. Ich hab ne Menge zu tun hier. Die ganze Bude voll defekter PCs. Man sieht sich. Tschü. – Äh, ja, dann, tschüss Bernd.</p>
<p>So war das mit Bernd. Verstehen Sie das, wieso der mich derart hängen ließ? – Es war vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee von Bernd, dass Sie zum Arzt gehen könnten, in Ihrer Situation&#8230; – Keine schlechte Idee? Es war wohl seine beschissenste Idee überhaupt!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/111/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=111&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/16/lohn-der-einsamkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Beretta 92</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/15/beretta-92/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/15/beretta-92/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 07:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Metafiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Big]]></category>
		<category><![CDATA[Fletcher]]></category>
		<category><![CDATA[Kinski]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Beretta]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Rautenkneter]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Adorno]]></category>
		<category><![CDATA[Entfremdung]]></category>
		<category><![CDATA[Amygdala]]></category>
		<category><![CDATA[Jota]]></category>
		<category><![CDATA[Schlange]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Pistoia]]></category>
		<category><![CDATA[SF]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=92</guid>
		<description><![CDATA[Als Tom benommen die Augen aufschlug, schaute er geradewegs in den Lauf einer Beretta 92. Natürlich wusste er nicht, dass es eine Beretta war, woher denn auch? Wir müssen uns Tom als den typischen Vertreter einer manisch schriftstellernden Generation vorstellen, der zwar sein Abitur gerade noch geschafft hat, der aber dennoch oder gerade deshalb einer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=92&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Tom benommen die Augen aufschlug, schaute er geradewegs in den Lauf einer Beretta 92. Natürlich wusste er nicht, dass es eine Beretta war, woher denn auch? Wir müssen uns Tom als den typischen Vertreter einer manisch schriftstellernden Generation vorstellen, der zwar sein Abitur gerade noch geschafft hat, der aber dennoch oder gerade deshalb einer einfachen Gouvernante des 19. Jahrhunderts als ungebildeter Wilder hätte erscheinen müssen, hätte sie denn das Vergnügen gehabt. Einer, der es zwar irgendwie immer wieder schaffte, sein Leben so eben noch zu meistern, aber dessen Taten grundsätzlich den Odem ahnungsloser, bildungsferner Zufälligkeit verströmten.</p>
<p style="text-align:right;">&#8230;Dass Sie mich nun noch auf diesen Hasardeur deutscher Sprachkunst, diesen bekennenden Glücksspieler ansprechen, war ja durchaus zu befürchten, doch hätte es dieser Sendung letztlich besser getan, wenn wir uns auf die ernsthaften Vertreterinnen und Vertreter neuer deutscher Dichtkunst beschränkt hätten. Sehen Sie, Herr Lautenschläger&#8230;</p>
<p style="text-align:right;">&#8230;Rautentreter, Philippe Rautentreter&#8230;</p>
<p style="text-align:right;">&#8230;ja, Verzeihung, Herr Rauten&#8230; äh&#8230;treter, sehen sie, seine Versuche, diesen – Tom, sprich sein alter ego, in eine metafiktionale Geschichte einzuflechten, deren Glaubwürdigkeit alleine durch die Wahl des Science-Fiction-Genres bereits auf das Niveau einer Jahrmarktssensation, eines verzweifelten Buhlens eines Feuerschluckers um die Gunst des trägen und zweifellos verwöhnten Publikums hinabgewürdigt wird, also diese nicht anders als billig zu nennenden Versuche zeigen in ihrer sprachlichen Ärmlichkeit, in ihrer bedürftigen Assoziationsschwäche einen Mangel an grundsätzlichster Einbettung in einen wahren Literaturbetrieb, dessen natürliche Authentizität ein solch gekünstelter Text wie diese Geschichte um eine verschwundene Nervenärztin nicht im Ansatz zu erreichen im Stande wäre.</p>
<p style="text-align:right;">Äh, Sie wollen also diesem kometenhaft aufgestiegenen Hasardeur deutscher Sprachkunst, wie Sie ihn genannt haben, Herr König, jegliche Seriosität absprechen? Entbehren denn seine in die zweifellos schillernden Texte eingeflochtenen vielfältigen Anspielungen aus Kultur und Sport aller Raffinesse, wie sie zweifellos erheischt wäre, um in gewissem Sinne überhaupt noch von Literatur sprechen zu dürfen?</p>
<p style="text-align:right;">Herr Flautenflechter&#8230;</p>
<p style="text-align:right;">&#8230;Rautentre&#8230;</p>
<p style="text-align:right;">Ja, ja, Herr Rautenkneter. Jedenfalls will es mir dünken, als ob dieser Tom-Typus der heute auf die Welt kommt, vorweg schon zu einem außerordentlich weiten Maß in die vernetzte Welt hineinpasst. Adorno hätte an dieser Stelle noch von verwalteter Welt gesprochen, doch scheint mir das Bild des Netzes heute im Zeichen globaler Internetanbindung dem Wesen der Entfremdung erheblich angemessener zu sein&#8230;</p>
<p style="text-align:right;">&#8230;Herr König, leider, leider kommen wir nun schon wieder zum Schluss unserer Sendung und wollen es wie immer an dieser Stelle nicht versäumen, auf einige sehr interessante Veranstaltungen der kommenden Woche hinzuweisen&#8230;</p>
<p>Seine Amygdala feuerte, als hätte er eine Giftschlange vor dem Gesicht. Nun, einer Beretta in den düsteren Rachen zu blicken, ist natürlich kein Jota besser. Toms Augen glitten zum Träger der Pistole, die zwar nicht in Pistoia hergestellt worden ist, wo die Büchsenmacherei angeblich ihren Ausgangspunkt nahm, was historisch betrachtet jedoch Unfug darstellt, aber immerhin auch aus Italien stammte. Er sah in die Augen eines Mannes, der ihm leidlich vertraut vorkam.</p>
<p>Fletcher?</p>
<p>Tom?</p>
<p>Ja, aber&#8230;</p>
<p>&#8230;Nun hör mal ganz genau zu, mein Lieber. Was sollte meine Entführung durch eine durchgeknallte Polizistin und die elende Nummer beim Staatsanwalt? Warum sollte ich da mein Bewusstsein verlieren? So was toleriert Fletcher nicht. Verstanden? Du machst dich jetzt sofort auf der Stelle an deinen beschissenen kleinen PC und schreibst die Geschichte so zu Ende, dass ich auch etwas davon habe, von meinem zweiten Leben. Ist das zuviel verlangt? Nein, das ist nicht zuviel verlangt. Setz dich her, ich diktiere.</p>
<p>Natürlich, Fletcher, sofort, kein Problem. Wir biegen das alles wieder hin. Ganz bestimmt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/92/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=92&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/02/15/beretta-92/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Himmel und Hölle</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/31/himmel-und-holle/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/31/himmel-und-holle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Big]]></category>
		<category><![CDATA[Cortés]]></category>
		<category><![CDATA[Escortservice]]></category>
		<category><![CDATA[Fletcher]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Hüne]]></category>
		<category><![CDATA[Jill Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[Kinski]]></category>
		<category><![CDATA[Konquistador]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Limousine]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Make-up]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=80</guid>
		<description><![CDATA[Als er die Tür hinter sich ins Schloss fallen hörte, durchwallte ein heftiges Schaudern seinen Körper, ein schwereloses Hochgefühl, als sei er Himmel und Hölle überlegen. Er war am Ziel. So musste sich Hernán Cortés gefühlt haben als er die blühende Stadt Tenochtitlán im Texcoco-See zum ersten Mal erblickt hatte. Ja, Fletcher war ein Konquistador, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=80&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als er die Tür hinter sich ins Schloss fallen hörte, durchwallte ein heftiges Schaudern seinen Körper, ein schwereloses Hochgefühl, als sei er Himmel und Hölle überlegen. Er war am Ziel. So musste sich Hernán Cortés gefühlt haben als er die blühende Stadt Tenochtitlán im Texcoco-See zum ersten Mal erblickt hatte. Ja, Fletcher war ein Konquistador, ein Eroberer des Lebens.</p>
<p>Mit leichtem Zögern blickte er zurück auf die Tür, an der in glänzendes Messing der Name der Anwaltskanzlei eingraviert war. Soeben hatte Geoffrey Woodward Hill bestätigt, dass Mr. Bigs Neffen und Nichten nun endgültig rechtskräftig auf den kleinen Pflichtteil gesetzt worden sind und er, Fletcher, der Haupterbe des fantastischen Besitzes von Brian S. Big war. Was für ein Tag.</p>
<p>Fletcher querte leichtfüßig den wohlgepflegten Vorgarten des Anwalts, ging zur Strasse, wo seine Limousine schon wartete. Sie öffnete ihm die Tür und fragte wie immer, wohin sie ihn denn führen solle.</p>
<p>Er wusste es nicht. Sein unglaubliches Glück nicht fassend, wusste er gar nichts mehr. Sein Hirn hüpfte und feuerte vor Freude, die zahlreichen Narben im neuronalen Gewebe waren inzwischen gut verheilt. Ja, wohin nun, Fletcher? Natürlich würde er beim besten Escortservice zwei, drei Damen ordern und dazu gleich ein Gelage mit feinem Champagner und frischem Hummer. Das war ausgemacht.</p>
<p>Aber dann? Sollte er einfach da anknüpfen, wo er als alter, kranker Mann aufgehört hatte? Weiter Geld scheffeln, sein Imperium vergrößern oder einfach alles verprassen? Nein, verschleudern ging gar nicht. Für ein ewiges Leben würde er noch viel Geld brauchen. Ein leises Frösteln mischte sich in die glühende Festtagsstimmung.</p>
<p>&#8220;Ich weiß zwar immer noch nicht wohin die Fahrt führen soll, aber wir müssen anhalten&#8221;, ließ die Limousine vernehmen.</p>
<p>&#8220;Warum das denn? Hast du ein Problem?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich nicht. Aber hier winkt uns jemand ganz entschlossen raus.&#8221;</p>
<p>Fletcher schoss aus seinem Autosofa hoch, sein Blick suchte den Spielverderber. Der Wagen hielt schon und plötzlich ging alles ziemlich schnell.</p>
<p>„Mr. Fletcher? Mein Name ist Johnson, Jill Johnson. Kann ich Sie einen Augenblick sprechen?“ Diese Johnson, die hatte er schon mal irgendwo gesehen, ihre kurzen schwarzen Haare, ihre schwarz geschminkten Augenlider und ihr dezent violettes Make-up – grässlich; erinnerte ihn vage an eine Figur aus einem alten schwedischen Krimi. Aber ihre überraschend sonore Stimme brachte Beruhigung in diese unerwartete Situation. &#8220;Was kann ich für Sie tun, Mrs. Johnson?&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie sind vorläufig festgenommen, auf Grund des Notstandsgesetzes zur Bekämpfung von Korruption und Verbrechen. Sie wissen schon Verdunkelungsgefahr.&#8221; Sie gab sich erst gar keine Mühe, diese Massnahme korrekt zu begründen. Fletcher versuchte es mit einem Lachen, aber irgendwie misslang es ihm großartig (Man hätte es sehen müssen).</p>
<p>&#8220;Wessen werde ich beschuldigt?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das wird Ihnen gleich der Staatsanwalt verklickern, Mr. Fletcher, oder soll ich Sie lieber Mr. Big nennen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich sage nichts…&#8221;</p>
<p>&#8220;…ohne meinen Anwalt. Das ist Ihr gutes Recht. Sie kommen ja gerade von Mr. Hill. Er wird sich freuen, für Sie schon wieder eine dicke Rechnung schreiben zu dürfen. Jetzt steigen Sie schon aus und kommen Sie mit.&#8221;</p>
<p>Fletcher musste seine geräumige Limousine mit dem schäbigen Rücksitz des Dienstautos tauschen. Immerhin legte sie ihm keine Handschellen an.</p>
<p>&#8220;Sagen Sie, hat es mit dieser Ärztin zu tun, mit äh, Eva Lund?&#8221; Jill schwieg. Sie wusste, es war nur eine Verzweiflungstat. Hoffnung auf eine Lösung des Falls machte sie sich noch nicht. Aber der Staatsanwalt hatte Blut geleckt und wollte einen Schuldigen.</p>
<p>Im Büro von Dr. Michael H. Morgan angelangt, sagte dann Jill: &#8220;Mr. Morgan, das ist Mr. Fletcher.&#8221; Morgan blickte von seinen Akten auf und sah den Hünen mit den blonden Kinski-Haaren, der ziemlich bleich wirkte und zitterte. Im nächsten Augenblick verlor Fletcher das Bewusstsein und rauschte in seiner ganzen imposanten Größe krachend zu Boden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/80/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=80&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/31/himmel-und-holle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Interludium (Kaffee – noch ohne Psychiater)</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/27/interludium-kaffee-noch-ohne-psychiater/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/27/interludium-kaffee-noch-ohne-psychiater/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bea]]></category>
		<category><![CDATA[Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Dämon]]></category>
		<category><![CDATA[Interludium]]></category>
		<category><![CDATA[Intermedium]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Messlatte]]></category>
		<category><![CDATA[Molar]]></category>
		<category><![CDATA[MRI-Gehirn-Scan]]></category>
		<category><![CDATA[Teppich]]></category>
		<category><![CDATA[Tumult]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=63</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;Bea, ich bin mir absolut sicher. Ich konnte sogar ihre Dentes molares mahlen hören, so nah war sie mir und vor allem bedeutet das doch: So energisch ging dieses Weib zur Sache! Sie ist die Leibhaftige! Für mich gibt es keinen Zweifel. Für mich gibt es nurmehr Zweifel, vor allem was deine Wahrnehmung und so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=63&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Bea, ich bin mir absolut sicher. Ich konnte sogar ihre Dentes molares mahlen hören, so nah war sie mir und vor allem bedeutet das doch: So energisch ging dieses Weib zur Sache! Sie ist die Leibhaftige! Für mich gibt es keinen Zweifel.</p>
<p>Für mich gibt es nurmehr Zweifel, vor allem was deine Wahrnehmung und so betrifft. Sagtest du nicht, ihre Haare wären rot gewesen? So weit ich mich erinnere, hast du der Eva in deiner Schreibe blonde Haare verpasst.</p>
<p>Die hat sie doch gefärbt! Einfach um dämonischer auszusehen.</p>
<p>Ja, deine Logik, Tom. Und kannst du dich vielleicht noch erinnern, was im Brooklyns abgegangen ist? Anstelle einer Dichterlesung gab es eine wüste Saalschlacht, weil du einfach völlig ausgetickt bist. Tom, ich mach mir Sorgen.</p>
<p>Sorgen? Um meinen – Geisteszustand, meinst du?</p>
<p>Ja, was denn sonst. Du solltest mal dein Gehirn durchleuchten lassen. Oder wenigstens ein Gespräch führen mit so einem, du weißt schon.</p>
<p>Bea, ich hab den Beweis. Auf dem Rechner. Sie hat geschrieben wie eine Furie.</p>
<p>Furie? Tom… Was hat sie denn geschrieben.</p>
<p>Ähh, sich selbst, ja, dass sie jetzt hier ist und die ganze Geschichte jetzt neu aufgemischt wird. Es wird ganz neue Szenen in diesem epischen Drama geben. Nach diesem Interludium hier.</p>
<p>Intermedium.</p>
<p>Intermedium?</p>
<p>Ja, Tom, Intermedium, definitiv.</p>
<p>Hm, da will man mal seine ganze humanistische Halbbildung in die Waagschale der Lesergunst werfen…</p>
<p>Also, Tom. Nimm erstmal diesen wirklich ganz feinen Espresso und dann komm doch wieder mal aufn Teppich, ja?</p>
<p>Danke, ja super. Ich fass es nicht. Du glaubst mir einfach nicht.</p>
<p>Tom, warum nur, hängst du an der ollen Geschichte. Das ist doch passé. Kein Hahn kräht mehr danach. Niemand will das mehr hören. Erst recht nicht nach deinem peinlichen Auftritt da. Mach was Neues. Was Ernsthaftes.</p>
<p>Ich weiß nicht. Andere Schriftsteller wären doch froh, wenn ihr Werk dermaßen kontrovers aufgefasst würde.</p>
<p>(Bea lacht, endlich wieder mal) Super, stell dir vor, dass wär&#8217; jetzt die Messlatte! Eine Lesung ohne Tumult wäre in Zukunft ein Reinfall.</p>
<p>Ja, warum eigentlich nicht?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/63/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/63/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=63&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/27/interludium-kaffee-noch-ohne-psychiater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Tag der Abrechnung</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/tag-der-abrechnung/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/tag-der-abrechnung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Molar]]></category>
		<category><![CDATA[Dämon]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>
		<category><![CDATA[Victor]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Metafiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Äolsharfe]]></category>
		<category><![CDATA[Deduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dreh]]></category>
		<category><![CDATA[2047]]></category>
		<category><![CDATA[Mist]]></category>
		<category><![CDATA[Isenheimer Altar]]></category>
		<category><![CDATA[Femme fatale]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=33</guid>
		<description><![CDATA[Tom sah kurz von seinem dunklen Bildschirm auf, hängte seinen Blick aber gleich wieder in die Pixel seines darbenden Blogs, dem er wiedermal einen neuen Dreh zu verpassen gedachte. Fehlte noch die richtige Inspiration, die Äolsharfe stund jedenfalls längst bereit. Nun, Windhauch, welche pneumatische Überwältigung hast du mir denn zugedacht? Hm, war da nicht doch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=33&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tom sah kurz von seinem dunklen Bildschirm auf, hängte seinen Blick aber gleich wieder in die Pixel seines darbenden Blogs, dem er wiedermal einen neuen Dreh zu verpassen gedachte. Fehlte noch die richtige Inspiration, die Äolsharfe stund jedenfalls längst bereit. Nun, Windhauch, welche pneumatische Überwältigung hast du mir denn zugedacht?</p>
<p>Hm, war da nicht doch etwas? Irgendwas huschte soeben im äußersten linken Blickfeld durch, störend für seine eh schon angeschlagene Aufmerksamkeit. Jetzt bekam sein Blick etwas zu fassen: Ein Rotschopf schien sich hinter dem Sofa zu ducken. Tatsächlich, rote, glatte Haare, gar kein Zweifel. Ein Mensch? Wie kam der hier herein, in diese abgeschiedene, in sich gekapselte Stube eines zwielichtigen Poeten.</p>
<p>Tom: Ist wer da? – Also, wer ist denn da?!<br />
Jemand erhob sich aus dem Versteck: Es hat ja doch keinen Zweck. Du hockst immer vor deinem PC. Da komm ich nicht ran, was? sagte mit leicht spöttischem Unterton eine merkwürdig gekleidete Frau mittleren Alters, schlank, grazil, also schon ziemlich attraktiv.<br />
Was wollen Sie denn an meinem PC? Und überhaupt, wer sind Sie denn?<br />
Dass Sie mich nicht erkennen, sagte sie schnippisch, ihren silbrig glänzenden mit violetten Querstreifen übersäten Rock mit beiden Händen glatt streichend, so als ob zufällig glatt gestrichen werde, was ihre Figur ziemlich vorteilhaft aus dem Hintergrund hervortreten ließ. Mann, hatte die nicht was – unerhört Laszives? Femme fatale in verhängnisvollster Höchstform? In seinem Unbewussten rumorte es, grelle Blitze schossen ins Bewusstsein herauf, Dämonen schrien und tobten, wie seinerzeit bei der Versuchung des heiligen Antonius, genial gesehen von Mathias Grünewald. Meine Güte, Lund…? Was für ein Blödsinn! Wie hätte, könnte… seine eigene Figur, seine Kreation?</p>
<p>Tom flüsterte: Eva Lund? Er zitterte und drohte die Fassung zu verlieren.<br />
Sie lächelte: Tom! Tom, denkst du wirklich damit kommst du durch? Ist das nicht bescheuerter metafiktionaler Trash? Ich komme also mal so eben aus dem Jahre 2047 hier vorbei und schaue, wer zum Teufel sich den ganzen Mist ausgedacht hat, he? Ja, diesen veritablen Misthaufen, in dem ich jetzt stecke und wo ich jetzt auf der Stelle wieder raus will! Verstehst du. Ich habe eine Aufgabe, Tom, ach was, eine Berufung! Aber so was ist dir ja fremd.<br />
Wer, wer denn dann, äh, wenn nicht Eva, ich meine, genau so hab ich mir Sie, äh – dich vorgestellt. Genau so! Du bist leibhaftig hier, Donnerwetter.<br />
Vorgestellt? Hm, hm. Mich stellt man sich also einfach so vor? Sie schlug die Augen nieder, zeigte seitlich Hals, wie Frau das so macht.<br />
Victor hatte also recht, natürlich. Du hast das Zeug dafür. Meine Güte, wie gut der die Frauen kennt&#8230;<br />
Wofür hab ich Zeug, bitte? Victor? Ich hatte noch nicht das Vergnügen. Aber Tom, lass uns jetzt zur Sache kommen. Sie rückte gefährlich nahe.<br />
Sache, ja klar, Eva. Eva? Du bist doch Eva, oder was?<br />
Tom, hör auf mit dem Kitsch, das langweilt die Leser. Wir geben der ganzen Sache jetzt, verstehst du: jetzt! – und dabei knirschte sie deutlich hörbar mit ihren hübschen blendend weißen Dentes molares – einen ganz neuen Dreh.<br />
Ja, klar. Komisch, an den neuen Dreh hab ich vorhin auch schon…<br />
Also, lass mich mal ran hier!<br />
Resolut drängte sie mich weg vom unbequemen Holzstuhl. Da stand ich nun neben meinem PC, kam mir nicht gerade sehr trendig vor.<br />
Und ich dachte, du willst mir an die Wäsche…<br />
Wäsche! Hehe, du Halbaffe, grunzte der Dämon, setzte sich auf diesen alten Stuhl vor dem PC und schrieb in irrem Tempo an der verloren geglaubten Fortsetzung der Geschichte.<br />
So, hier ein neuer Dreh, Tom. Vielleicht hilft dir das weiter. Ich meine, sagte Eva mit entwaffnendem Lächeln, wo käme ich hin, wenn ich einfach weiterhin bis in alle Ewigkeit verschwunden bliebe? Die Menschheit wartet sehnsüchtig auf meine Taten. Und wo ich jetzt schon mal im Jahre 2012 bin, Tom, vielleicht kannst sogar du kleiner Affe davon profitieren, he?<br />
Das ist jetzt wirklich totaler Kitsch, sagte Tom verzweifelt zu Boden sinkend. Aber ich wüsste sonst auch keine bessere Lösung.<br />
Eben. Dann nimm dein Schicksal an, Junge. Nimm es an!<br />
Als Tom wieder aufsah, war der Dämon weg. Einfach verschwunden. Er sah schnell auf den Bildschirm und glaubte kaum, was da stand. Das war der Beweis. Eva Lund existierte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=33&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/tag-der-abrechnung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Eine Dichterlesung im Brooklyns</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/eine-dichterlesung-im-brooklyns/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/eine-dichterlesung-im-brooklyns/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Brooklyns]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
		<category><![CDATA[Bea]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Gedöns]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Macha]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>
		<category><![CDATA[Irre-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Pappbecher]]></category>
		<category><![CDATA[Bochumer Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=31</guid>
		<description><![CDATA[Sollen wir da rein gehen? fragte die kleine Frau ihren Begleiter, der das Plakat eben noch überflog. „Ein Thriller aus den Jahren 2047 bis 2051: Dr. Eva Lunds Bekenntnisse. Roman von Tom Ate. Dichterlesung im Brooklyns.“ Ein von Hand geschmierter Zettel auf dem Plakat, dessen Hintergrund ein überdimensionales menschliches Gehirn zierte, ergänzte: „Heute, 20 Uhr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=31&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sollen wir da rein gehen? fragte die kleine Frau ihren Begleiter, der das Plakat eben noch überflog. „Ein Thriller aus den Jahren 2047 bis 2051: Dr. Eva Lunds Bekenntnisse. Roman von Tom Ate. Dichterlesung im Brooklyns.“ Ein von Hand geschmierter Zettel auf dem Plakat, dessen Hintergrund ein überdimensionales menschliches Gehirn zierte, ergänzte: „Heute, 20 Uhr im blauen Saal.“ Er nickte, Gehirne interessierten ihn leidlich und der offensichtlichen Neugier seiner kleinen Frau wollte er nicht im Wege stehen.</p>
<p>Der Saal des Brooklyns war viertelvoll, beinahe dreißig Gäste hatten sich eingefunden, obwohl das Champions League Spiel der Borussia Dortmund lief. Licht war nur in der Mitte des Raums, so dass dieser sich an den Rändern im Dunkel aufzulösen schien. Vor den Stuhlreihen stand ein langer Tisch, an dem gut sieben Leute eine Podiumsdiskussion hätten abhalten können. Es war genau 20 Uhr, aber Tom war noch nicht da, das Podium leer.</p>
<p>Bea wurde unruhig. Die Lesung war ihre Idee. Sie hatte alles organisiert, hatte Tom dazu ermuntert und ihn angehalten, unbedingt genug Material für eine Stunde beisammen zu haben. Selbstredend war auch Presse da. Fürs Feuilleton der Qualitätspresse reichte es zwar nicht. Aber Heinz Neuwerth, Volontär der Bochumer Zeitung, würde seinen ersten Bericht überhaupt verfassen und in der Rubrik Lifestyle platzieren. Wie aufregend.</p>
<p>20.07 Uhr. Niemand auf dem Podium. Die Leute begannen sich umzusehen, zu tuscheln. Bea nagte auf der Unterlippe. Bob Macha war da, hockte tatsächlich auf einem dieser unbequemen Holzstühle, seinen face2buns vermissend. Sonst schien ihm alles egal zu sein. Er blickte so ausdruckslos aufs leere Podium wie Bill Murray ins volle Whiskyglas.</p>
<p>20.13 Uhr. Wann kommt denn der Dichter? fragte die kleine Frau ihren Begleiter immerhin so laut, dass fast die Hälfte der Leute es hören konnte. Und prompt sorgten Spiegelneurone in den Hirnen der Leute für mehr Unruhe. Füße scharrten, Kehlen räusperten sich, Blicke suchten, Stühle knarrten.</p>
<p>Und dann kam er. 20.17 Uhr. Aus dem Nichts ins Licht geschritten war Tom plötzlich da, seine losen Manuskriptblätter in der Hand. Er zitterte, so aufgeregt war er. Der Plan war unmöglich und er musste ihn sofort ändern. Er schmiss die Blätter auf den Tisch, setzte sich und begann:</p>
<p>Meine Damen und Herren, das Gehirn. Das Gehirn, einfach das Gehirn. Es ist Leitmotto unseres Abends, den ich das Vergnügen habe, mit Ihnen teilen zu dürfen. Seien Sie willkommen und sehen Sie sich vor. Es wird brutal werden. Ihr Hirn wird kochen. Vergessen Sie den Roman, vergessen Sie Eva Lund. Sie ist verschwunden, damals nach der legendären Hirnoperation. Nein, ich werde Ihnen nicht von einer schier endlosen Suche nach ihr berichten. Ich werde von uns hier und heute sprechen, von unseren Hirnen!</p>
<p>Doch zunächst möchte ich Ihnen zeigen, dass die Welt mit menschlichen Gehirnen keine Zukunftschancen haben kann. Sehen Sie. Tom sprang auf und rannte zum Flipchart rüber. Mit dickem schwarzem Filz malte er: Bevölkerungswachstum x Motivation x Technologische Entwicklung auf Basis der Ausbeutung fossiler Energieträger (= gespeicherte Sonnenenergie) x Zufälle = Logik der Zerstörung. Ich muss Ihnen das erklären. Natürlich. Sie alle wissen was Bevölkerungswachstum heißt. Tom blickte herausfordernd ins leicht unruhige Publikum. Die rhetorische Pause nutzte prompt jemand für den Zwischenruf: Wollen Sie uns hier irgend so ein politisches Gedöns verklickern? Ich will Unterhaltung, keine Politik, verdammt. – Sie werden gleich unterhalten, meine Damen und Herren. Ich will nur, dass wir uns nicht missverstehen, okay? Gehen wir zum nächsten Ausdruck: Motivation. Das hat nämlich immer jeder falsch verstanden, mit dem ich bisher gesprochen habe. UND GENAU DESHALB WILL ICH, DASS SIE DAS JETZT KAPIEREN. Nehmen Sie mal an, Sie seien bei allem was sie so tun und lassen von psychischen Rückkopplungen im Hirn abhängig, die Ihnen sagen, ob sie das, was Sie tun oder lassen, tun oder lassen sollen. Ein Subsystem das den Erfolg des Tuns und Lassens misst. Nicht kognitiv. Sie brauchen nichts zu denken. Verstehen Sie. Sie fühlen es nur. Sie fühlen es! Und was Sie fühlen, ist die Begleitmusik der ganzen unbewussten motivationalen Mechanik in Ihrem Gehirn, verstehen Sie? Wenn Sie neugierig auf etwas sind und deshalb irgendwo hin gehen, wo Ihnen Befriedigung gegeben werden könnte. Könnte. Ja, dann hat der Hirnstoffwechsel dafür gesorgt, dass ein Defizit in einem Regelkreis, also ein Fehlersignal, abgebaut worden ist. Ihr Hirnstoffwechsel ist dann wieder im Gleichgewicht. Homöostase nennt man das. Haben Sie sicher schon gehört. Wir tun alles nur für diese Homöostase. Wenn Sie das begreifen, meine Damen und Herren, dann brauchen Sie nie mehr einen Psychiater, nie mehr Antidepressiva. Nein. Sie begreifen dann, dass das Defizit, was sie fühlen, dieses Gefühl, nur ein Fehlersignal ist. Ihr Hirn bügelt das normalerweise aus. Und das fühlt sich dann gut an. Wir leben, um uns gut zu fühlen! Nicht um zu denken. Wir denken nur, um uns noch besser zu fühlen. Nur geht das meistens schief. Meine Damen und Herren. Denken ist Glückssache. Denken kann nicht schlauer als Neurotransmitter sein. Das müssen Sie mir glauben. Der Hirnstoffwechsel funktioniert seit hunderten von Millionen Jahren. Denken, haha, Denken, das ist ein ganz neues Werkzeug der Evolution. Noch völlig unreif. Muss durch die Selektionskräfte erst geschärft werden. Ich hoffe, Sie verstehen, was ich sagen möchte!? – DU solltest erstmal Denken bevor du deine vorlaute Klappe öffnest, Tom. Das war Bob, mit steinernem Gesicht. Ein Raunen ging durch den Saal. Tom ignorierte Bob. Schauen Sie jetzt unsere Formel an. Die stetig wachsende Bevölkerung multipliziert mit den unbewussten Motivationen, den BEDÜRFNISSEN. Immer mehr wollen immer mehr. EINFACH WEIL SIE ES SO FÜHLEN. NICHT WEIL SIE DENKEN. DIE GEFÜHLE, DIE EVOLVIERTEN GEFÜHLE WOLLEN EWIGKEIT, WOLLEN MEHR, MEHR, MEHR. Und wer gibt ihnen mehr? Hä? Eine Ahnung? Schauen Sie sich die Gleichung an, verdammt! Die Technik. Wieder wird man einwenden, das ist das Denken. NEIN, TECHNIK IST KEIN DENKEN. TECHNIK IST EIN SELBSTLÄUFER DER EVOLUTION. DANK DEN FOSSILEN BRENNSTOFFEN, DIESEN RIESIGEN ENERGIERESERVEN, IST ES EIN LEICHTES, EIN GESELLSCHAFTLICHES SUBSYSTEM AUßER RAND UND BAND LAUFEN ZU LASSEN. TECHNIK VERSELBSTÄNDIGT SICH. ATOMKRAFT, ATOMBOMBE, WASSERSTOFFBOMBE. HIROSHIMA. FUKUSHIMA. ROBOTER, ANDROIDE. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ. POSTBIOTISCHES BEWUSSTSEIN. Haben Sie eine Idee, was da auf uns alles zukommt? – Alles wird wieder gut! – Schon mal Ovid gelesen? Auch Maltus hat vor 200 Jahren nicht recht behalten! – Technischer Fortschritt, meine Damen und Herren, beruhigen Sie sich doch ein bisschen, technischer Fortschritt wird von den einen als Lösung der Probleme glorifiziert. – Noch nie ging es so vielen Menschen so gut und auf derartig hohem Niveau (HDI)! – Die Zwischenrufe wurden häufiger, lauter, gehässiger. Tom ignorierte sie. WISSEN SIE WAS DER MENSCH HEUTE NOCH IST IM RAHMEN DER ENTFESSELTEN TECHNIK? ER IST ZUM NÜTZLICHEN IDIOTEN GEWORDEN! ALS VERBRAUCHER MUSS ER SEIN AUTO AUSFÜHREN GEHEN, MUSS IHM NAHRUNG MIT DEM SCHLAUCH IN DEN SCHLUND STOPFEN UND DAFÜR VIEL BEZAHLEN. ER MUSS SEIN SMARTPHONE STREICHELN, STUNDENLANG MUSS ER AUF DEM ZU KLEINEN BILDSCHIRM IRGENDWELCHE SCHEIßE EINTIPPEN, MUSS SICH MIT DEM BESCHISSENEN SMARTPHONELAUTSPRECHER IRGENDEINE INDUSTRIELLE LÄRMKULISSE ANHÖREN, WEIL ES EIN HIT IST, MUSS URLAUB AUF BALLERMANN MACHEN, MUSS SICH INS KOMA UND ZURÜCK SAUFEN, MUSS RTL UND RTL2 GLOTZEN, BIS DORT ALLE REALITY-SHOWS IHREN KAKERLAKEN-FRESS-WAHNSINN NACH BESCHEUERTEM DREHBUCH AUSGEPRESST HABEN. DAS IST DER MENSCH, EINE MARIONETTE IN DEN KLAUEN „SEINER“ TECHNIK. ER IST EIN ZAHNRÄDCHEN GEWORDEN. Begreifen Sie doch die Formel. Wenn Sie rechnen können, dann werden Sie verstehen, und Sie müssen sich die Anwendung der Formel kumulativ vorstellen, ein iterativer Wahnsinn, dann werden Sie verstehen, dass nur noch der Zufall uns retten kann. Jetzt wurde es still im Saal. – Zufall? fragte ein piepsendes Stimmchen. Jawoll, Zufall! donnerte Tom. Wenn es nicht Zufall ist, und auf den würde ich gar nichts wetten, dann kann es nur eine spirituelle Umkehr sein. Die Welt ist nur als spiritueller Neubeginn in jedem einzelnen Bewusstsein zu retten! – Esoterisches Gesülze! – Du erfüllst alle Kriterien des IRRE-SEINS. – Jawohl, Irresein. Die Logik der Zerstörung muss heute einen Breivik freisprechen, muss ihm Wahnsinn unterstellen, damit der ganz normale Wahnsinn nicht entlarvt wird. Jetzt flogen Pappbecher nach vorne. – Nazi! Rassist! – Bea hatte dem Wirt vorsorglich geraten, keine Gläser zu benutzen, was sich nun wieder einmal als gute Präventionsarbeit erwies. Genau das würde Heinz Neuwerth in seinem Kommentar über den turbulenten Abend im Brooklyns positiv hervorheben. Die kleine Frau klappte ihren Kiefer zu und fühlte eine Leere wie noch nie zuvor.</p>
<p>20.38 Uhr. Tom hatte längst den Faden verloren. Eigentlich war nie einer da, der ihn aus seinem Labyrinth aus kaputten Träumen hätte herausführen können. Längst wünschte er, er hätte sich gar nie auf diese Lesung eingelassen. Und auf einmal erwachte er.</p>
<p>Nein, diesen Weg würde er nicht gehen. Nicht mehr. Nie mehr.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/31/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/31/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=31&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/eine-dichterlesung-im-brooklyns/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Im Nirwana Palace</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/im-nirwana-palace/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/im-nirwana-palace/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Absturz]]></category>
		<category><![CDATA[Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Nirwana]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
		<category><![CDATA[Victor]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=28</guid>
		<description><![CDATA[Tom war sauer. Stinkesauer. Auf Marco Stier, nein was konnte der dafür. Auf die blöde Schulte-Kötter natürlich. Und so schleppte er sich ins Nirwana Palace, ging an den livrierten Dienern/Rausschmeißern schnöde vorbei direkt auf die Bar zu. Psychill wie neulich, sphärisch-unberührend, kaum hörbar. Victor, der Barkeeper, rückte Gläser zurecht. Ein Déjà-vu? Blödsinn. Alle reden immer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=28&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tom war sauer. Stinkesauer. Auf Marco Stier, nein was konnte der dafür. Auf die blöde Schulte-Kötter natürlich. Und so schleppte er sich ins Nirwana Palace, ging an den livrierten Dienern/Rausschmeißern schnöde vorbei direkt auf die Bar zu. Psychill wie neulich, sphärisch-unberührend, kaum hörbar. Victor, der Barkeeper, rückte Gläser zurecht. Ein <a href="http://tomate.twoday.net/stories/die-ich-maschine/">Déjà-vu</a>? Blödsinn. Alle reden immer nur davon, ein Déjà-vu gehabt zu haben.</p>
<p>&#8220;Espresso, wie immer?&#8221; Wieder waren Victor und Tom alleine. Ich meine, eine Bar eines Fünfsternehotels um 15 Uhr, wer sollte denn da rumhängen? &#8220;Nein, gib mir bitte einen&#8230;&#8221; Toms Blick blieb an einer bernsteinfarbenen Flasche hängen, &#8220;einen Glenfiddich.&#8221; Es war ein 18 Years Ancient Reserve. Lange nicht der teuerste Whisky an dieser exklusiven Bar, aber immerhin. Victor zeigte ein ganz kurzes Zucken der rechten Augenbraue, zapfte ein Glas und stellte es auf die Theke. &#8220;Bitte schön. Geht&#8217;s gut?&#8221; Die Frage war doppelbödig, aber den Unterton hätten nur Profis gehört. Tom war kein Profi. &#8220;Scheiße geht&#8217;s mir, ehrlich.&#8221; Victor wachte aus seinem Halbschlaf auf. &#8220;Was war denn, Tom?&#8221; lächelnd mit Zähnen. Tom nahm erstmal einen Schluck. &#8220;Die Lektorin hat mein Manuskript abgelehnt. So würde ich das umschreiben.&#8221; – &#8220;Ach, diese Trilogie? Wie ist das möglich. Musst du sie überarbeiten?&#8221; – &#8220;Nein, ganz abgelehnt. Unfug hat sie das genannt. Stell dir vor, die nennt meine Schreibe UNFUG!&#8221; – Victors Blick ging kurz rüber zur Rezeption, dann musterte er Tom. Dieser kam sich gerade fürchterlich klein vor. Victor, ein Hüne, wie Fitz-Fletcher, nur nicht blond-locker, sondern schwarz gegeltes Haar, strenger wirkend: &#8220;Zeig mal her, deine Schreibe. Hast du sie da?&#8221; – &#8220;Du willst das Zeug lesen? Wozu soll das gut sein?&#8221; – &#8220;Ich sag dir dann, ob&#8217;s was taugt oder ob du&#8217;s besser verbrennst.&#8221;</p>
<p>Tom nestelt in seiner Hosentasche rum. &#8220;Da, auf dem Smartphone. Musst halt scrollen.&#8221; – &#8220;Du hast das Manuskript auf deinem Eierphon? Das entspricht nicht dem Klischee&#8221;, grinste Victor und krallte sich das Gerät mit seiner Linken. &#8220;Noch so einen Glennfittich, bitte, bevor du da in dem Text verschwindest.&#8221; – &#8220;Sofort, Tom&#8221;.</p>
<p>Victor las die ganze Trilogie praktisch ohne seine Miene zu verziehen. Erst gegen Schluss musste er einmal loswiehern. &#8220;Hmhm, haha, hmhm.&#8221; Tom leerte seinen zweiten Whisky noch weniger stilsicher als den ersten, doch wärmte er seine geschundene Seele. &#8220;Ich-Maschine. Warum kann ich kein gewöhnlicher Zombie sein, verdammt?&#8221; flüsterte er vor sich hin, so leise, dass selbst der aufmerksame Victor nichts mitbekam.</p>
<p>&#8220;Ja, Tom. Soll ich ehrlich sein?&#8221; – &#8220;Aber sicher. Gib mir einfach noch so einen Flennbottich.&#8221; – &#8220;Ja, gleich. Hör mal, Tom. Das ist zwar nett, was du da schreibst. Aber irgendwie zu gewöhnlich.&#8221; – &#8220;Danke. Cheers! Gewöhnlich? Also für meine Begriffe ist Fletcher-Baby ziemlich abgefahren. Wie kommst du da drauf. Sag mal, hast du etwa Literatur studiert?&#8221; – &#8220;Nein, ganz locker Tom. Weißt du, was vor allem fehlt, das ist Sex. Die Leute wollen was Schmutziges lesen, verstehst du? Die Eva Lund die hätte doch das Zeug für ne lockere Nummer zwischendurch. Verstehste?&#8221;</p>
<p>So wie Victor Tom beäugte bei seinem &#8220;Verstehste?&#8221; zweifelte er wirklich ein bisschen, ob dieser das wohl auf die Reihe bringen würde. &#8220;Du denkst also, die Schulte-Kötter hätte eigentlich ganz gern mal was Verludertes oder so? Die kam mir gar nicht so rüber, die Tante. Die sagte schon beim ersten Treffen, ich solle mal endlich den Adorno lesen, sonst werde das wohl nix mit der Meta-Ebene im Roman. Die gnadenlose Erfassung der Menschen bis in ihr innerstes Innenleben hinein durch die ganze profitgeile Kulturindustrie oder durch wen auch immer, das müsse die hintergründige, aber lässig vorgetragene Kritik sein. Geht mir doch am Arsch vorbei.&#8221; – &#8220;Dem seine Kritik ist doch locker drin, Tom. Das Innenleben von Fletcher, das lässt sich noch ausbauen als bloße abhängige Variable einer völlig pervertierten Kultur.&#8221; – &#8220;Mann, Victor. Wo hast denn diese Weisheiten her? Vom Drink Mixen bestimmt nicht.&#8221; – &#8220;Zurück zum Wesentlichen, Tom. Sex, Porno. Nur das hat das Zeug zur Rebellion. Das musst du so einbauen, dass es ordentlich GEGEN das System bumst, wenn du verstehst.&#8221; – &#8220;Nonoch so einen Dings, bitte, Victor&#8230;&#8221;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/28/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=28&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/im-nirwana-palace/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Frau Schulte-Kötter spielt nicht mit</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/frau-schulte-kotter-spielt-nicht-mit/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/frau-schulte-kotter-spielt-nicht-mit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Schulte-Kötter]]></category>
		<category><![CDATA[Trilogie]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=26</guid>
		<description><![CDATA[Tom: Wollte mal nachfragen, hab da nichts mehr gehört, seit&#8230; Schulte-Kötter: Ja, dieses Fragment da. Tut mir leid, lieber Herr Ate, wir sind ein seriöser Verlag. Was Sie mir da abgeliefert haben, ist gelinde gesagt Unfug. Tom: Unfug? Die Trilogie &#8220;Dr. Eva Lunds herrlicher Schöpfungsakt&#8221; ist das Kernstück meines Rom&#8230; SK: Ja, Unfug. Wir haben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=26&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tom: Wollte mal nachfragen, hab da nichts mehr gehört, seit&#8230;<br />
Schulte-Kötter: Ja, dieses Fragment da. Tut mir leid, lieber Herr Ate, wir sind ein seriöser Verlag. Was Sie mir da abgeliefert haben, ist gelinde gesagt Unfug.<br />
Tom: Unfug? Die Trilogie &#8220;Dr. Eva Lunds herrlicher Schöpfungsakt&#8221; ist das Kernstück meines Rom&#8230;<br />
SK: Ja, Unfug. Wir haben vereinbart, dass Sie eine Probe Ihres Romans abliefern. Aber als Lektorin eines seriösen Verlags habe ich Sie auch gewarnt. Dass diese Geschichte in eine absolut realistische Zukunftsvision eingebettet sein muss! Neurotransplantation geht in Ordnung, aber ich habe Sie auf die Fachliteratur hingewiesen, z.B. Marco Stier, Ethische Probleme in der Neuromedizin.<br />
Tom: Aber ich kenn den Scheiß ja. Wo ist das Problem?<br />
SK: Scheiß? Homologe Neurotransplantation wird doch nie und nimmer mit Hirngewebe von erwachsenen Spendern gemacht. Schon Ihre Mrs. M/N ist ein Hirngespinst.<br />
Tom: Weiß ich doch, Frau Doktor Schulte-Kötter. Aber die embryonale Hirngewebsgeschichte gibt nicht so den Knaller ab. Ich will doch was mit Gruselfaktor, verstehen Sie? Spielt doch alles in der Zukunft. Dort ist doch allerhand möglich, denkmöglich, immerhin.<br />
SK: Nun, dann suchen Sie sich den passenden Gruselverlag dazu. Ich schicke Ihnen ihr grausliges Manuskript jedenfalls dankend zurück. Schönen Tach noch.<br />
Tom: Aber&#8230; (keine Verbindung mehr. So was, hm)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/26/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/26/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=26&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/frau-schulte-kotter-spielt-nicht-mit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Und wieder Kaffeesätze*</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/und-wieder-kaffeesatze/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/und-wieder-kaffeesatze/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Bea]]></category>
		<category><![CDATA[Big]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Nirvana]]></category>
		<category><![CDATA[Telomere]]></category>
		<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=24</guid>
		<description><![CDATA[Bea: Was sollte das denn für eine Trilogie sein? Dr. Eva Lunds herrlicher Schöpfungsakt – also ich meine&#8230; ging&#8217;s dir nicht gut Tom? Tom: Ach, du liest in meinem Blog? Wusste ich gar nicht. Hast du noch einen Erpresso? Bea: Und dieser Epilog&#8230; Ja, klar, hast du mir doch anvertraut, deine Blogadresse. Ist ja eigentlich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=24&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bea: Was sollte das denn für eine Trilogie sein? <cite>Dr. Eva Lunds herrlicher Schöpfungsakt</cite> – also ich meine&#8230; ging&#8217;s dir nicht gut Tom?<br />
Tom: Ach, du liest in meinem Blog? Wusste ich gar nicht. Hast du noch einen Erpresso?<br />
Bea: Und dieser Epilog&#8230; Ja, klar, hast du mir doch anvertraut, deine Blogadresse. Ist ja eigentlich ganz toll, so deine Gedanken, zum Teil, meine ich.<br />
Tom: Danke, dein Kaffee ist super, hab ich das schon mal gesagt? Was soll mit ihm sein, dem Epilog? Ist von Eva Lund, das erklärt doch alles, meine ich.<br />
Bea: Nun überleg doch mal, wenn das einer liest&#8230;<br />
Tom: &#8230;ja, wenn!<br />
Bea:&#8230;dann denkt der doch, du bist FÜR diesen ganzen Hirnterror, den du da so beschreibst. Da ist ja gar keine Distanz zu. Sag mal, findest du das gut?<br />
Tom: Bea, mein Blog ist eine Spielwiese, äh -zimmer. Da darf auch mal was gegen die Wand fliegen. Und überhaupt: Transhumanismus ist ein Fakt. Natürlich nicht in dieser Art, humaner noch, halt transhuman, Scheiße. Schau mal auf <a href="http://www.detrans.de/">detrans</a>, da wird das alles irgendwie erklärt. Und ich, ich&#8230; muss ja gar nicht alles immer durchleuchten, ich will spielen, verdammt. Nein, was ich sagen wollte&#8230;<br />
Bea: &#8230;ist, dass du das eigentlich geil findest, was? Diese Hirnpanscherei? Möchtest du selber so ein kleiner Big&#8230;hä? (lacht)<br />
Tom: Immerhin lachst du jetzt. Geil, ja, irgendwie sind wir, weißt du wir sind die letzten, verstehst du nicht. Wir sind die letzte Generation der absolut Sterbenden. Oder die vorletzte, weiß ich nicht. Aber dann, dann können die, die genügend Kleingeld haben, sich ihre abgefuckten Telomere mit Hilfe von molekularer Nanotechnologie wieder verlängern lassen, oder sich gleich ganz tiefkühlen, um noch bessere Zeiten abzuwarten. Ist das nicht irgendwie tragisch?<br />
Bea: Typisch Mann, in die Schöpfung eingreifen zu wollen. Bisher kam dabei nur Unfug heraus. Wird auch so bleiben. Das Leben ist etwas Heiliges.<br />
Tom: Hm, ja, schon. Heilig bleibt es auch, es ändert nur seine Form, seine Möglichkeiten. Es schöpft selber weiter, es evolviert nicht nur, es revolutioniert sich, oder so.<br />
Bea: Und was hätte dein Buddha dazu gesagt? Ich meine, das ist doch kein Nirvana, oder? (lacht)<br />
Tom: Ja, bestimmt, äh, es ist das Gegenteil von Nirvana. Mr. Big ist der brutale Nirvana-Zertreter. Ich weiß auch nicht. Vielleicht ist die Zeit nicht reif für Nirvana?<br />
Bea: Big, Lund und all die schrägen Vögel sind nicht reif dafür. Das ist doch Sache hier. Aber wo stehst du, Tom?<br />
Tom: Nun&#8230; ich spiele.</p>
<p>(<cite>Transhumanismus propagiert nicht weniger als die mögliche totale Umgestaltung der menschlichen Art, die selbstgesteuerte Evolution. Natürlich gibt es viele Menschen, auf die diese Gedanken unnatürlich und erschreckend wirken. Meist basiert das auf (religiösen) Vorurteilen oder einseitig negativer Erwartungen bezüglich der Folgen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. </cite> detrans)</p>
<p>* [Dieser im twoday.net-Original schon verwendete Titel nimmt Bezug auf einen Beitrag aus vorlundiger Zeit mit dem äußerst lyrischen Titel <em>Kaffeesätze</em>]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/24/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/24/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=24&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/und-wieder-kaffeesatze/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Der Jüngste Tag und die Auferstehung im Fleische</title>
		<link>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/der-jungste-tag-und-die-auferstehung-im-fleische/</link>
		<comments>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/der-jungste-tag-und-die-auferstehung-im-fleische/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 10:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom-ate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eva Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Cardinale]]></category>
		<category><![CDATA[Detective]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fletcher]]></category>
		<category><![CDATA[Jill]]></category>
		<category><![CDATA[Kinski]]></category>
		<category><![CDATA[Lund]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeroboter]]></category>
		<category><![CDATA[Rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Trilogie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tombolas.wordpress.com/?p=22</guid>
		<description><![CDATA[Sieben Monate nach der geheimen Operation an den Gehirnen von Fletcher und Big, wartete Staatsanwalt Dr. Michael H. Morgan immer noch vergeblich und angespannt auf die erlösende Mitteilung, es habe sich wenigstens eine Spur gefunden. Eva Lund blieb seit jener Operation wie vom Erdboden verschluckt. Ein Verbrechen konnte nicht mehr ausgeschlossen werden, aber ein brauchbarer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=22&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Monate nach der geheimen Operation an den Gehirnen von Fletcher und Big, wartete Staatsanwalt Dr. Michael H. Morgan immer noch vergeblich und angespannt auf die erlösende Mitteilung, es habe sich wenigstens eine Spur gefunden. Eva Lund blieb seit jener Operation wie vom Erdboden verschluckt. Ein Verbrechen konnte nicht mehr ausgeschlossen werden, aber ein brauchbarer Hinweis musste endlich her.</p>
<p>Detective Jill Johnson sagte: &#8220;Vorne, gleich beim Eingang parken.&#8221; Das Dienstauto kurvte die Auffahrt zur Rehaklinik hoch und hielt wie ihm geheißen gleich vor dem Eingang. &#8220;Wir sind da, Detective. Angenehmen Aufenthalt.&#8221; – Witzbold, dachte Jill, stieg aus und ging ohne Zögern gleich zum Empfang.</p>
<p>Es war ihr zweiter Besuch in dieser Rehaklinik, wo Menschen nach Schlaganfällen und ähnlichen Schicksalsschlägen ganz zuverlässig wieder fit gemacht wurden. Beim ersten Mal waren ihre Bemühungen noch völlig vergeblich gewesen. Fletcher machte damals vor einem halben Jahr gerade die ersten Schritte mit einem Rollator und immer in Begleitung eines Pflegeroboters. Sprechen konnte er nicht. Sein schreckliches Lallen liess eine Befragung einfach ins Leere laufen. Schreiben konnte er schon gar nicht und sein fleißiges Nicken und Kopfschütteln schien Jill damals zwar seltsam, aber reichlich zufallsverunreingt zu sein. Nun wurde ihr mitgeteilt, Fletcher habe erfreuliche Fortschritte beim Sprachtraining gemacht, sei völlig klar bei Bewusstsein und einer Befragung stünde wohl nichts mehr im Wege.</p>
<p>Fletcher stand in hellem Anzug vor einer Parkbank im großen, schön angelegten Garten der Klinik und sprach gerade gestikulierend mit einer Patientin, die starr auf dieser Bank hockte, als gelte es, hier draußen zu überwintern.</p>
<p>&#8220;Mr. Fletcher? Mein Name ist Johnson, Jill Johnson. Kann ich Sie einen Augenblick sprechen?&#8221; – Fletcher starrte Jill an, als sei sie gerade mitten in eine wichtige Konferenz hereingeplatzt. &#8220;Entschulluldigen Sie, Mrs. Rumsfeld, da wöwill grad was von mir.&#8221; – &#8220;Mr. Fletcher, gehen wir ein Stück zusammen im Park? Dann könnte ich Ihnen einige Fragen stellen. Verstehen Sie, ich bin Detective und arbeite am Fall Lund. Sagt Ihnen der Name etwas: Eva Lund?&#8221; – Fletcher ging ganz flotten Schrittes, seine Grobmotorik war unauffällig, sofern Jill das überhaupt beurteilen konnte. &#8220;Eva Lund? Hm, komisch, Mrs. wie war nonoch gleich Ihr Dings, äh Name?&#8221; – &#8220;Johnson.&#8221; – &#8220;Ja, äh, Mrs&#8230; und die Dings, äh&#8230;hm&#8230;?&#8221; – &#8220;Die Frage, meinen Sie?&#8221; – &#8220;Ja, ja, gegenau die.&#8221; – Jill begann zu zweifeln, ob dieser Dialog irgendwas Brauchbares ergeben würde. &#8220;Mein Chef, Mr. Morgan pflegt mich wöchentlich mindestens zweimal zu fragen: Nun, Detective Johnson, wie stehen die Aktien? Haben Sie was Neues im Falle Lund? Und ich musste ihn bisher immer enttäuschen. Sie, Mr. Fletcher waren ihr letzter Patient. Kurz nach ihrer Operation ist Dr. Lund spurlos verschwunden. Vielleicht können Sie mir mit irgendeiner Information weiter helfen. Irgend etwas das wir bis jetzt übersehen haben?&#8221;</p>
<p>Fletcher blieb stehen, ruderte ein wenig mit den Armen, schaute diese an, schaute Jill an, schien plötzlich an Körpergröße zuzunehmen, obwohl das ja gar nicht möglich war. Er richtete sich vielmehr auf, wie sich noch kein Mensch je zuvor aufgerichtet hatte. &#8220;Aaaktien, ja, genau, davon verversteh ich&#8230; das ist mein Ding, äh, verstehen Sie, Mrs.? Ich, ich bin&#8230;&#8221; – Seine Stimme schwoll an; unglaublich aber Fletcher richtete sich noch mehr auf, er der Zwei-Meter-Mann schien alles zu überragen. &#8220;Ich bin gagar nicht Fletcher. Zum Teufel mimimit ihm! Ich bin Big, Brei.. BRIAN BIG!! – Ich bin UNSTERBLICH!!!&#8221;</p>
<p>Jill verstand überhaupt nicht, was da vor sich ging, aber dass es etwas vollkommen Ungeheuerliches war, daran zweifelte sie nun nicht. Sie musste, wie zu ihrer Beruhigung an einen uralten Film aus dem letzten Jahrhundert denken. So wie ein überdimensionaler Klaus Kinski als verrückter Fitzcarraldo, in seinem Moment des Triumphs auf seinem Schiff stehend, grinsend und an der zu langen Zigarre ziehend, so blickte Fletcher lachend, ja herausfordernd lachend um sich. Nur dass diese Zigarre fehlte. Plötzlich blickte sie zurück zu Mrs. Rumsfeld, sie erbrach gerade das schonend gegarte Mittagessen und ein Pflegeroboter eilte sofort zu ihr, um nach dem Rechten zu sehen.</p>
<p>&#8220;Dr. Bower, nach meinen Unterlagen war ein gewisser Mr. Brian S. Big, ein alter, schwer kranker Milliardär ausgerechnet der zweitletzte Patient von Dr. Lund, bevor sie verschwand. Wie erklären Sie sich denn, dass Mr. Fletcher nun meint, er sei Mr. Big und womöglich eben gerade genau dieser Brian S. Big? Können Sie mir da mal bitte auf die Sprünge helfen?&#8221;</p>
<p>Johnson war mächtig in Fahrt als sie dem Chefarzt der Rehaklinik diese Frage stellte. Dieser ließ sich kaum anmerken, was er von der Sache hielt und ob er die Brisanz der Frage überhaupt erfasste. &#8220;Nun, wie Sie wissen, Detective, Dr. Lund war, nein, also sie ist immer noch, eine international anerkannte Kapazität im Bereich der Neurochirurgie und im Speziellen ist sie das auch in der homologen Neurotransplantation. Hm, vielleicht hat es… bedauerlicherweise aber so etwas wie eine Verwechslung von Hirngewebe gegeben? So dass ein Teil der Persönlichkeit dieses Mr. Big nun bei Mr. Fletcher auftaucht? Wollen Sie diese Möglichkeit andeuten, Detective? Sie haben doch Zugang zu allen Daten der Klinik. Sie werden das sicher herausfinden. Unsere Aufgabe wird es sein, Mr. Fletcher in seiner bisherigen Identität als einfachen Facility-Manager eines Kleinbetriebs mit geringem Monatsgehalt zu stabilisieren und glauben Sie mir, in diesem Bereich bin ICH eine Kapazität.&#8221;</p>
<p>Jill: &#8220;Türe öffnen, zurück nach London.&#8221; Sie stieg ein, machte es sich bequem und dachte an Fitzcarraldo, dieses Schlitzohr. Nur Eva Lund war nicht Claudia Cardinale, da hörte die dürftige Analogie auf. &#8220;London, geht klar, Detective, angenehme Fahrt.&#8221; Jill Johnson hatte die heiß begehrte Spur gefunden. Auch dieser bizarre Fall wird lösbar sein, dachte sie befriedigt. Zugleich war sie aber ziemlich irritiert, denn ihr war längst klar, dass sie soeben Zeugin einer veritablen Auferstehung im Fleische eines anderen geworden war.</p>
<p>(Epilogisches: <em>Der technische und medizinische Fortschritt ist auch dank der neuen politischen Klarheit im Lande nicht mehr aufzuhalten. Vorbei sind die Zeiten endlosen moralischen Gezänks, die zum Stillstand, zur Dekadenz geführt haben. Sollte ich zweifeln, an dem was ich getan habe? Fletcher &#8220;lebt&#8221; doch, ich habe nur sein naives Bewusstsein, und das erst noch mit seinem Einverständnis!, ausgeschaltet, um einem gewaltigen Projekt den Weg zu ebnen. Ich sehe nichts, was ich zu bereuen hätte.</em> Eva Lund)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tombolas.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tombolas.wordpress.com/22/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tombolas.wordpress.com&amp;blog=32017552&amp;post=22&amp;subd=tombolas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://tombolas.wordpress.com/2012/01/26/der-jungste-tag-und-die-auferstehung-im-fleische/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0ae15b4202b770cea073207fcd9db692?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">rechnungmitwirt</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>
